Rückblick move-Kongress 2011
unheimlich heilig – heimlich unheilig
Seid heilig, denn Er ist heilig und versucht nicht heilig zu tun…
„Heimlich unheilig“ – da geht es um uns, da geht es um mich. So sind wir, so bin ich.
„Unheimlich heilig“ – der heilige Gott macht uns heilig, macht mich heilig.
Wie passt das zusammen? Wie leben wir als Christen in dieser Spannung und mit dieser Diskrepanz zwischen dem, was wir sind und was wir sein sollten?
Wie sieht es aus mit meiner Bereitschaft, mich selbst zu überprüfen?
Bin ich gewillt, die Diagnose Gottes zu hören oder lüge ich mir lieber etwas in die Tasche? Jeder Mensch hat seine Geheimnisse und seine Heimlichkeiten – selbst die Bibel ist voll von Geheimnistuern. Sünden, Masken, verschwommene Grenzen, der Spaziergang am Abgrund entlang, ständig in der Angst entdeckt zu werden. Wir sind herausgefordert worden darüber nachzudenken wie es in uns aussieht.
Doch bei diesem move-Kongress ging es nicht um den erhobenen Zeigefinger! Sondern um den entscheidenden Unterschied: Unser eigenes Streben danach unheimlich heilig zu werden – oder ein Leben als „Königskind“, weil wir heilig sind.
Die ehrlichen und ermutigenden Worte des diesjährigen Referenten Frank Heinrich waren für alle Teilnehmer und Mitarbeiter im Saal relevant: Als Bundestagsabgeordneter, viele Jahre als Heilsarmeeoffizier unterwegs, Vater von vier Kindern und Bibelleser konnte er uns helfen uns neu auszurichten.
„Ich liebe die Geschichten der Bibel – nicht nur weil da Heldengeschichten drin sind – das gefällt mir auch, sondern weil da Menschen geschildert werden, wie sie eben sind.“ Am Beispiel von Gideon und weiteren feigen Helden der Bibeln, mit farbigen Illustrationen aus dem Alltag und Einblicken in sein persönliches Leben und Ringen ermutigte Frank Heinrich in drei Vorträgen zu einem Umdenken. Gottes einfache Wahrheit:
Du BIST heilig. Und aus diesem Wissen heraus dürfen wir uns darauf einlassen, uns von ihm formen zu lassen. Ausgewählt sind wir schon – und genau daran müssen wir uns immer wieder erinnern.
Und sie wurden in diesem Kongress daran erinnert: Mehr als 300 junge und alte Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeit mit Kids und Teens.
„Ich habe verstanden, dass Gott mich gerade mit meinen Fehlern gebrauchen kann. Jetzt kann ich es kaum erwarten, zurück in die Jugendarbeit zu kommen!“
(Julius S.)
Sonni Maier, die bis jetzt bei jedem Kongress dabei gewesen war, untermauerte die Referate mit fesselnden und zugleich aufrüttelnden Anspielen. Gemeinsam mit der jungen Band der Petrusgemeinde Kelsterbach wurde im Lobpreis Gott mit Freude die Ehre gegeben.
„ Am meisten hat mich am Move-Kongress begeistert, dass es eine so große Auswahl an Seminaren gab, die ich am liebsten alle besucht hätte.“ (Simone L.)25 fachkundige Referenten ermöglichten die Teilnahme an drei von 30 auszuwählenden Seminaren zu den unterschiedlichsten Themen. Im strahlenden Sonnenschein wurden da Seiltechniken geübt in Vorbereitung auf die spektakulären Turmbauten der kommenden SOLA‘s, zahlreiche Teilnehmer stellten sich wichtigen Themen wie „Herausforderung Internetpornografie“, „Gender Mainstreaming“ oder „Bibellesen mit Kindern“ und an der „Ideenbörse“ wurde es praktisch: Hier konnte man vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch profitieren und sich von neuen kreativen Ideen inspirieren lassen.
Viele Teilnehmer genossen aber auch einfach mal das „Seele baumeln“ lassen in der besonderen Atmosphäre und fröhlichen Gemeinschaft.
Als Zeichen dafür, dass Gott trotz dem „Müll“ den wir immer wieder fabrizieren, mit uns Geschichte schreiben möchte, gab es ein Geschenk zum Abschluss dieses Kongresses: Eine Bibel aus recyceltem Papier - ein Symbol dafür, wie aus Müll etwas Wertvolles entstehen kann. Gott will mit uns Geschichte schreiben!
Für uns als move-Leitungsteam ist es immer wieder ein Geschenk, durch den Kongress so viele Mitarbeiter ermutigen zu können. Wir sind wirklich froh, mit dem move-Kongress die Möglichkeit zum geistliches „Auftanken“ anzubieten und mit vielfältigen Seminaren ein hervorragendes Handwerkszeug für die Arbeit in den Gemeinden geben zu können. Dankbar sind wir für die langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit mit Hans Brandt, der mit seiner Persönlichkeit viele Mitarbeiter positiv geprägt hat. Wir haben ihn auf diesem Kongress aus unserem Team vom „Referat Kids, Jungschar & Teens“ verabschiedet und wünschen ihm und seiner Familie Gottes Führung und Segen.
Gott schreibt mit uns Geschichte. Und ER hört damit nicht auf. Es geht weiter!
Wir freuen uns bereits jetzt auf den move-Kongress am 10./11.03.2012.
Und jeder gute Vorsatz bleibt vergeblich, wenn er das neue Jahr nicht überlebt.
Und jeder gute Vorschlag bleibt vergeblich, wenn er nicht in die Praxis übergeht.
(Kongresslied 2011: Samuel Harfst – Vom Sein)
Christina Stennecken (Studierende der BTA)
Sabine Schmidt (Leiterin vom move-Kongress)












