NODVILLE - was bleibt?
Samstag, 1.August: Es herrscht Urlaubsstimmung auf dem kleinen Flughafen am Dümpel in Bergneustadt. Die Ticketschalter sind mit attraktiven Reiseziel-Plakaten dekoriert, auf einer Leinwand werden Videoclips von traumhaften Reiseorten und dort möglichen Aktivitäten gezeigt-von Beachvolleyball in Brasilien bis hin zu Snowboard fahren in Kanada ist alles dabei. Die Fluggäste checken ein; sie freuen sich auf Urlaub, auf Entspannung oder Spaß-reiche Action.
Plötzlich wechselt das Bild - eine Eilnachricht wird eingeblendet. Die Sprecherin berichtet von einer Biochemie-Fabrik in unmittelbarer Nähe des Flughafens, die explodiert sei. Bevor der Bericht zu Ende ist, fällt der Strom aus; Rauch strömt in die Flughafenhalle. Blitzschnell werden alle Ausgänge gesperrt und Männer in Schutzanzügen verladen alle Anwesenden in Busse- wohin? Keiner weiß es. Nach einer Weile ungewisser Fahrt fliehen die Ex-Urlauber kurzerhand aus den Bussen und schlagen sich in die Wälder- und sind mitten in der SOLA-Geschichte 2011: auf dem Weg ins unbekannte Nodville (zum Lagerplatz;-)).
Dieses SOLA war „irgendwie anders“- die Geschichte „undurchsichtiger“, es gab einige Überraschungen. Da war keine historische Szenerie, keine vorgefertigte Geschichte, kein Beispiel- Nodville war nicht vorhersehbar.
Eine Woche lang lebten 227 Teilnehmer und 120 Mitarbeiter (Teen-SOLA) bzw. 180 Teilnehmer und 100 Mitarbeiter (Kids-SOLA) wieder auf der Lagerwiese in Ommerborn - in manchen Unsicherheiten, Fragen und Herausforderungen. Sind wir verseucht? Können wir geheilt werden? Was oder wer gibt uns Sicherheit? Wer bin ich? Grundsatzfragen nach Identität, Freundschaft, Wahrheit und Zukunft bestimmten die Tage und durchzogen die Lagerstory in Anspielen, Geländespielen und Abenden im großen Zelt.
Ein großes Special des Lagers: Die beiden Freaks, ein leicht schräges Ehepaar, das lange vor uns auf dem Lagerplatz in der „Nodvilla“ Wohnung bezogen hat und die geflohenen SOLAner erst nach viel Überredung dort wohnen lassen möchte. Ille und Professor Nod begleiten das SOLA als ganz eigene Charaktere, die auch sehr eigene Interessen haben und die Geschichte stark mit prägen. Die beiden sind es auch, die dem etwas unheimlich wirkenden Heiler, der plötzlich auftaucht, sehr misstrauisch begegnen. Er verspricht Heilung von der Verstrahlung; die Freaks geben Heimat- wem soll man vertrauen?
Hoffnung und Enttäuschung, teilweise Heilung und Trennung, Bauen und Ruhen, Essen und (wenig) Schlafen, all das hat seine Zeit auf diesem SOLA.
Zum Schluss kommt die Auflösung durch einen Zeitungsartikel: Niemand ist verseucht, die Regierung entschuldigt sich für das Versehen und sendet Rettungstrupps (die den Eltern der Teilnehmer erstaunlich ähneln), die die Teilnehmer in bester Stimmung wieder zurück nach Hause bringen. Was nehmen sie mit- außer dreckiger Kleidung und dem unverwechselbaren Lagerfeuergeruch? Das Wissen, das eine Zukunft voller Leben vor ihnen liegt, unverseucht- dafür aber voller neuer Gedanken und der Herausforderung, das auf dem SOLA Gehörte umzusetzen: Gott ist der Einzige, der uns in einer unsicheren, infizierten Welt echte, zuverlässige Sicherheit bieten kann, der uns Identität gibt, die Wahrheit ist und unsere Zukunft segnen möchte.
Wenn das in den Herzen der SOLA-Teilnehmer angekommen ist, hat das SOLA seinen Sinn dieses Jahr erfüllt. An dieser Stelle ein herzliches „Danke!“ für jedes Gebet fürs SOLA- ohne Gottes Schützen, Handeln und Reden sind wir machtlos.
Ihm sei alle Ehre!
Angelina Ochel, SOLA-Mitarbeiterin





















