SOLA 2010 - MULTI VITA ROMA
Das Marschgepäck steht bereit. Die Stiefel sind geschnürt. Und vor Augen bleibt nur noch ein Ziel: ROM. Ob Kelten, Goten oder Numidier jeder möchte in die Stadt der Städte. Das Leben endlich in vollen Zügen genießen. Den Gestank des Viehs und die harte Arbeit auf dem Acker gegen das multikulturelle Leben in Theatern, Thermen und Palästen eintauschen. Doch der Weg ist weit. Weit und beschwerlich, besonders wenn die Stiefel keine Stiefel sind, sondern Sneakers und das Marschgepäck nicht aus Regenjacke und Trinkwasser besteht, sondern aus MP3-Player und einer Dose Cola, die auf dem ersten von 25 Kilometern schon ihr Ende in der Mülltonne gefunden hat.
Raus aus der Zivilisation und rein in die Natur heißt es wieder auf dem SOLA.
Für einige Kinder und Teens ist das eine ganz neue Erfahrung. Die Umstände sind erst mal gewöhnungsbedürftig - für viele aber schon eine jährliche Tradition und DAS Highlight der Ferien. Eine Woche lang ist man jetzt kein Schüler mehr, sondern gallischer Steinmetz, germanischer Schreiner oder iberische Schneiderin. Auch wenn nicht jeder optimal für die lange Reise nach Rom ausgerüstet war, es hat sie jeder geschafft. Spät in der Nacht steht man also vor den riesigen Toren Roms. Fackeln lassen das lang ersehnte Ziel erleuchten und endlich ist man echter Römer. Angekommen erleben die 225 Teens und 175 Kinder was es heißt, weit weg von der Provinz endlich an der Hauptschlagader des römischen Reiches zu sein. Hier gibt man sich nicht mit wenig zufrieden. Hier will man alles. Der Konsul der Stadt macht das den Neuankömmlingen gleich am ersten Tag klar und stellt die geplanten Bauprojekte vor. Ein Tempel für das Volk soll her, der die Macht und Stärke Roms symbolisiert. Jeder macht sich an die Arbeit, um die Vision zu verwirklichen. Es wird gesägt, geschraubt und gehämmert. Palisaden errichtet und Schritt für Schritt Türme in die Höhe gezogen.
Doch SOLA wäre nicht SOLA, wenn es bei der Geschichte, bei Rom stehen bleiben würde. Es geht nicht um die große Stadt, sondern es geht um jeden Teilnehmer ganz persönlich. Die Szenerie soll dabei nur eine Brücke sein, um Dinge aus der Bibel für den Alltag zu verstehen: Rom kann viel - du kannst auch viel. Gott ist dein Schöpfer und hat dich einzigartig gemacht. Jeden Abend werden die Ereignisse des Tages in einer Predigt aufgegriffen und die Teilnehmer können dadurch Aussagen der Bibel ganz praktisch erfahren zum Beispiel durch Anspiele, durch Geländespiele oder einfach durch das Gefühl, beim Bauen etwas geschafft zu haben. Dieses Erfolgsgefühl dürfen alle teilen, als der Tempel, der Stolz der ganzen Stadt, das gemeinsame Werk aller Bürger feierlich eingeweiht wird. Ein großes Ereignis mit Festmahl, Feuerspuckern, Tauben und vielen Spielen bildet den würdigen Rahmen für die Zeremonie. Doch am nächsten Tag ist die Enttäuschung groß: Der Tempel wurde zerstört. Nur Überreste sind übrig. Was ist, wenn das eigene Werk in Trümmern liegt und all die Arbeit, all die Anstrengung nicht genug war? Es reicht eben doch nicht! Aber: Gott gibt alles! Er hat seinen Sohn gegeben und das ist, was zählt. Dadurch bist du wertvoll. Nicht, was du kannst oder schaffst!
Die Kinder und Teens sollen das verstehen. Darum kommen jeweils über 100 ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen, um diese Liebe Gottes weiterzugeben. Viele Teilnehmer dürfen das auf dem SOLA erfahren und gehen verändert in den Alltag. Eine Mutter schreibt, dass ihre Tochter seit dem SOLA nach einem warmen Bad nur noch singend durch die Wohnung hüpfe und Geschichten erzähle.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie sehr Gott gewirkt hat. Für diese prägende Zeit, in der sich viele Kinder und Teens entschieden haben, Jesus in ihr Herz aufzunehmen oder weiter in der Schule Gottes zu bleiben, sind wir sehr dankbar - denn dafür machen wir SOLA.

















